Thomas Henry startet in Deutschland
Im Herbst 2010 soll eine neue Limonadenserie namens Thomas Henry mit den Sorten Tonic, Bitter Lemon, Ginger Beer, Ginger Ale und Soda auf den Markt kommen. Jan Berentzen ist Gesellschafter der neuen Firma.
Thomas Henry war ein Apotheker aus Manchester, der zu den Pionieren der Karbonisierung, das heißt der Anreicherung von Flüssigkeiten mit Kohlensäure gehörte. Er produzierte bereits in den späten 70er-Jahren des 17. Jahrhunderts Sodawasser in Fässern und angeblich auch in Glasflaschen.
Henry verkaufte auch Imitationen der damals begehrten natürlichen Mineralwässer Pyrmont und Seltzer. Für Sebastian Brack und Norman Sievert, die dem neuen deutschen Unternehmen Thomas Henry GmbH & Co. KG vorstehen, scheint vor allem die Tatsache wichtig zu sein, dass Thomas Henry früher als Jakob Schweppe in den Geschichtsbüchern und Enzyklopädien auftaucht. Letzterer startete erst Anfang der 80er-Jahre des 17. Jahrhunderts mit der seriellen Produktion von Sodas durch.
[mehr ...]Der Jurybeirat der Mixology Bar Awards 2010

Erstmals wird die Jury der Mixology Bar Awards im Jahr 2010 von einem Beirat unterstützt. Dieser setzt sich aus rund zwanzig umtriebigen und gut vernetzten Persönlichkeiten der Barindustrie in GSA-Land zusammen.
Zur Unterstützung der Jury für die Nominierung der Kandidaten der Mixology Bar Awards ist in diesem Jahr erstmalig der Jurybeirat einberufen worden. Diesen bilden umtriebige Leute aus der Bar- und Spirituosenindustrie, die aufgrund ihres Berufes fortwährend Städte und Bars landauf landab bereisen.
Sie haben einen engen Draht zu den Protagonisten der Szene und sind in der Lage, Entwicklungen und Ereignisse über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten.
[mehr ...]Die Jury der Mixology Bar Awards 2010
Die Jury der Mixology Bar Awards 2010 setzt sich aus einflussreichen und erfahrenen Persönlichkeiten der Branche zusammen. Wir stellen sie im Folgenden vor.
Bei der Jury der Mixology Bar Awards handelt es sich nicht um einen Verein ergrauter Honoratioren, der Nominierte und Preisträger zu vorgerückter Stunde im Glücksspiel ermittelt. Vielmehr bilden sechs herausragende und erfahrene Persönlichkeiten der deutschsprachigen Barszene die Jury der Mixology Bar Awards. Sie sind dabei selbst noch als Bartender aktiv, führen als Barchef einen Betrieb oder besitzen diesen gar selbst.
[mehr ...]Über Zuckerahorn am Spreeufer
Wie kommt ein amerikanischer Zuckerahorn an das Berliner Spreeufer? Über die "gerettete Pressemitteilung" eines Whisky-Herstellers.
Aufmerksamkeit erregen. Gesehen werden. In einer Branche, in der der Platz auf den Rückbufetts der Bar begrenzt ist und immer mehr neue Produkte an die Türen der begehrten Tränken klopfen, ein Muss.
Das Heischen um Aufmerksamkeit füllt in der Regel vor allem die Mülltonnen unserer Redaktion. Flaschen und Pressemitteilungen werden in aufwändige, voluminöse Boxen aus ungewöhnlichen Materialien gesteckt.
Der Nachrichtenwert der Mitteilungen ist dagegen meist eher gering. Vor einigen Wochen kamen zwei Päckchen mit einem ungewöhnlichen Inhalt an. Einem lebendigen Inhalt. Zwei kleine Zuckerahornbäumchen standen plötzlich auf dem Fensterbrett der Redaktion. Geschickt hatte die Pflanzen eine amerikanische Whiskymarke, die durch die Filtrierung über - der Leser ahnt es - die Holzkohle amerikanischen Zuckerahorns seinen typischen Geschmack erhält.
[mehr ...]Tales of the Cocktail in New Orleans 2010 (II)
Ein Höhepunkt des jährlichen Festivals Tales of the Cocktail in New Orleans sind immer die Spirited Awards. Die GSA-Teilnehmer schnitten dieses Jahr besonders gut ab.
Die Spirited Awards haben seit ihrer Etablierung eine ständige Veränderung durchgemacht. Die Jury wurde immer wieder neu besetzt, die Kategorien verändert und angepasst. Letztes Jahr führte dies zu einer eher amerikanischen Veranstaltung, bei der die meisten Preise an die Ostküste und nach New York gingen. Im Jahr 2010 beschloss man offensichtlich, die Awards wieder zu internationalisieren.
[mehr ...]Panta rei - Veränderungen des Jahres 2010
Bei Mixology, Bar Convent Berlin und Barworkz haben sich seit Anfang des Jahres einige Dinge und Personalien verändert. Wir bringen unsere Leser auf den aktuellen Stand.
Panta rei. Alles ist im Fluss. Eine schöne Beschreibung des Jahres 2010 und unseres Treibens in der Schlesischen Straße in Berlin-Kreuzberg. Viele Mixology-Leser und Industriepartner haben von den Veränderungen bei uns in den letzten Monaten bereits in persönlichen Gesprächen Kenntnis erhalten. Hier auf mixology.eu wollen wir sie unserer Leserschaft nun noch einmal ausführlich beschreiben.
Wie man dem Schild oben entnehmen kann, haben sich aus dem Magazin, das im Jahr 2002 als Konzept entstand und im März 2003 mit der ersten Ausgabe in die Bars von GSA-Land gelangte, mittlerweile drei Firmen gebildet. Einmal der Verlag, der sich um das Magazin, den Online-Auftritt und Buchprojekte kümmert.
Als zweites kam 2007 der Bar Convent Berlin hinzu, der dieses Jahr zum vierten Mal stattfindet und ebenfalls als eigenständige Firma geführt wird. Die dritte Firma, die nun 2010 dazu gekommen ist, ist Barworkz. Barworkz gab es in etwas anderer Konstellation bereits, tritt nun aber mit eigenem Profil und Personal an.
[mehr ...]True Originals: Bacardi veröffentlicht "The Outsider"
Das vierte Video der Serie "True Originals" zeigt erstmals einen Flairbartender. Darüberhinaus werden viele Elemente aus New Yorker "Speakeasy-Bars" zitiert.
Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde der vierte Teil der Serie mit Bartender-Videos bei Tales of the Cocktail in New Orleans. Seit gestern ist das Video im Internet verfügbar. Was hat das neue Video zum Thema? Man nehme einen großen Schuß Flairbartending, ein paar Zentiliter PDT New York und einen Dash japanische Bartechnik - und heraus kommt "True Originals No. 4". Der geheimnisvolle Gast verlangt diesmal vom zu prüfenden Bartender einen Cuba Libre. Ort ist eine szenige Dive Bar, in die er durch einen versteckten Eingang gelangt ist: "All the talk was of his extravagant style, but how would he handle a simple classic?" [mehr ...]
Ein Nachruf auf Mario Castillo (1954 - 2010)
Mario Castillo, Bartender und Betreiber der Wiener Bar Barflys, ist am Montag überraschend verstorben. Die Barszene verliert einen Großen.
Ein Freund und ehemaliger Arbeitskollege aus Wien schickte mir heute eine traurige Nachricht. Mario Castillo, der Betreiber der Wiener Bar Barflys, ist am Montag an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Nach dem Tod von Peter Stang muß die GSA-Bargemeinde dieses Jahr bereits den zweiten Aderlass verkraften.
Erst kürzlich standen wir noch mit einer Gruppe der besten Bartender aus dem deutschsprachigen Raum anlässlich eines Tanqueray Ten Tables in Wien an Marios Tresen. Es war ein wunderschöner, geselliger Abend unter Bartendern und fast jeder von uns trat hinter die Bar, um sich mit Mario zusammen ablichten zu lassen. Umso schockierender nun die Nachricht von seinem Tode.
[mehr ...]Tales of the Cocktail in New Orleans 2010 (I)
Ein erster Bericht von Tales of the Cocktail, der jährlichen Veranstaltung für Barprofis und Cocktailenthusiasten in den USA, mit einem Blick auf die Barindustrie als öknomischen Faktor.
New Orleans. Juli. Gefühlte 80% Luftfeuchtigkeit. 34 Grad. Ich weiß, dieser Sommer sieht ähnliche Temperaturen in Zentraleuropa. Trotzdem ist das Klima in der amerikanischen Stadt, in die jedes Jahr Cocktail-Enthusiasten aus der ganzen Welt einfallen, äußerst fordernd. Man bewegt sich von einer Klimanalagen-bewehrten Zone zur nächsten. Dazwischen liegt eine Mauer aus feuchter Hitze, die Passanten zwingt, sich strategisch im Schatten der Häuser zu bewegen.
Tales of the Cocktails hat sich zum Mythen-umwobenen jährlichen Treffen der amerikanischen und internationalen Barindustrie entwickelt. Begonnen hat alles im Jahr 2001, als Ann Tuennerman erstmals Touren durch die Bars von New Orleans anbot. Diese geführten Touren waren so erfolgreich, dass sie nach einem Jahr eine Presseveranstaltung organisierte, um das Jubiläum zu feiern. Die Resonanz auf diese kleine Veranstaltung an der Carousel Bar des Monteleone war wiederum so groß, dass man im folgenden Jahr Seminare an einem fixen Ort anzubieten begann: dem Hotel Monteleone (siehe Bild).
[mehr ...]Bar Convent Berlin geht in sein viertes Jahr
Zum vierten Mal findet dieses Jahr der Bar Convent Berlin statt. Zeit für einen kurzen Rückblick auf die Gründe für den Erfolg der Veranstaltung.
Die Anfragen nach Tickets und Programm in den letzten Tagen häufen sich, die Zugriffe auf die Internetseite des Bar Convent Berlin nehmen zu. Die Branche stimmt sich ein auf den Herbst und das große Zusammentreffen der deutschen Barindustrie in Berlin. Innerhalb von vier Jahren hat sich unser Branchentreffen zu einer der führenden Veranstaltungen in Europa gemausert. Der Ruf des Bar Convent Berlin wird, das zeigen die Buchungen amerikanischer und australischer Aussteller, mittlerweile überall auf der Welt vernommen.
Ein Kompliment ist es für uns, wenn sich neue Messen in anderen Ländern wie das Bar Symposium in Warschau, an unserem Konzept orientieren. Zeit für einen kurzen Blick auf die Eckpfeiler des Messekonzeptes, die den Bar Convent Berlin erfolgreich gemacht haben:
[mehr ...]Erik Lorincz gewinnt das Finale der Diageo Reserve World Class 2010 in Athen
Zum zweiten Mal nach 2009 traten die Besten der Bar-Branche zum globalen Finale der Diageo World Class Competition an. Der Sieg ging dieses Jahr an Erik Lorincz von der Connaught Bar in London. Die Teilnehmer aus den GSA-Ländern beeindruckten mit guten Platzierungen.
Unser Team bei Mixology nimmt in letzter Zeit kaum noch an Pressereisen teil. Zu wenig fokussiert die Veranstaltungen, zu breit die Streuung der Teilnehmer, zu viel Zeit, die man außerhalb des Büros verbringen muss, wo eine ganze Reihe spannende eigene Projekte warten. Es ist effektiver und sinnvoller auf die verschiedenen Messen zu fahren, wo man sich die Zeit und die Gespräche selbst einteilen kann. Eine Ausnahme stellt für uns die Diageo Reserve Brands World Class Competition dar. [mehr ...]
Eindrücke von der ersten Imbibe Show in London
Zum ersten Mal fand am 13. und 14. Juli 2010 die Messe Imbibe statt. Wir liefern einen taufrischen, ersten Eindruck vom neuen Londoner Konzept.
Earls Court ist als Messestandort seit Bestehen der London Barshow bei Bartendern bekannt. Man kennt von Jahren des alljährlichen Pilgerns auf die erste richtige Barmesse Europas bereits die Wege, weiß wie ungefähr die Stände angeordnet sind und wo man seinen Kaffee und sein Sandwich bekommt. In den selben Hallen hat sich interessanterweise jetzt auch die neue Imbibe Show angesiedelt.
Die Imbibe Show entspricht von der Aufstellung her dem, was auch das seit mehreren Jahren bestehende Imbibe Magazin liefert. Getränkeaussteller von Wein über Bier bis Spirituose. Die Reihenfolge ist rein zufällig gewählt. Tatsächlich schätze ich den Volumenanteil der Weinaussteller (und da gehe ich jetzt nur nach Fläche) auf rund 40%, den der Spirituosenstände auf ebenfalls rund 40%, während sich Alkoholfreie, Bier und Anderes die restlichen 20% teilen. [mehr ...]
Benötigen Sie ein Taxi und finden Sie die Tür alleine?
Über Gastrecht, Freiwilligkeit und gutes Benehmen. Und weshalb man sich in Jahr vier der deutschen Cocktail-Blogosphäre nicht mehr alles anhören muss.
Ein Fremder kommt in die Bar X und bestellt dort einen Cocktail. Er trinkt ihn aus, zahlt und erklärt dabei dem Kellner, dass die Bar schlecht eingerichtet sei und der Cocktail schrecklich geschmeckt habe.
Am nächsten Tag kommt dieser Gast wieder in Bar X, konsumiert erneut einen Cocktail und verabschiedet sich mit der selben Prozedur wie beim ersten Mal. Der Drink sei eine Frechheit gewesen, die Musikauswahl schlecht und der Eigentümer habe überhaupt einen ganz und gar katastrophalen Geschmack. [mehr ...]
Interview mit Yourcent-Gründer Friedemann Bartels
Seit Anfang Juli gibt es eine Alternative zu Kachingle und Flattr. Yourcent-Gründer Friedemann Bartels stand uns für ein Interview über seinen neuen Mikrobezahldienst Yourcent zur Verfügung.
Bartender waren neben Medienleuten und Technikaffinen die dritte Gruppe "Early Adopters" auf Facebook, lange bevor sich das soziale Netz von Herrn Zuckerberg zur führenden Plattform im Internet aufschwang.
Das von den Medien heiß geliebte Twitter stieß bei der nachts arbeitenden Spezies allerdings nicht auf ungeteilte Begeisterung. Der Lokalisierungsdienst Foursquare wiederum entlockt derzeit den meisten unter ihnen eher ein Gähnen. Micropayment-Systeme dagegen werden jetzt plötzlich heiß diskutiert. Ist es der "Trinkgeld"-Gedanke, der bekannt vorkommt?
Wie dem auch sei: die Cocktail-Blogs haben Flattr entdeckt und jetzt plötzlich auch eine Alternative aus der Cocktail-Hauptstadt Berlin: Yourcent. Yourcent-Gründer Bartels, der sich offenbar schon früh mit den sozialen Aspekten des Internets auseinandergesetzt hat, wie dieses Fundstück vermuten läßt, beantwortete uns ein paar Fragen zu seinem Mikrobezahlungs-Start-Up. [mehr ...]
Yourcent - Eine Alternative zu Flattr?
Yourcent ist die Berliner Antwort auf Flattr. Der neue Micropayment-Dienst ermöglicht eine flexiblere Honorierung von Inhalten und das Aufladen des Kontos mit EC-Karte.
Taufrisch ist der Dienst des in Berlin lebenden Friedemann Bartels. Michael Meinke von "Das Gastronom" wies uns gestern auf das interessante Start-Up hin und auch das Blog "Trinklaune" scheint es schon entdeckt zu haben, wie eine Äußerung auf Facebook vermuten läßt. Ist den einschlägigen A-Blogs, die sonst den Ton angeben (oder anzugeben meinen), ist allerdings noch nichts darüber zu entdecken.
Am 1. Juli 2010 wurde Yourcent hochgeschaltet, ein neues Micropayment-System, das verspricht, einige Dinge zu ändern, die von vielen Nutzern am bisher erfolgreichsten Dienst Flattr, den auch wir kürzlich integriert haben, kritisiert werden. Ein Beispiel für diese Kritik bietet Michael Meinke in seinem jüngsten Beitrag: [mehr ...]


