Tee als Konzentrat
Eine neue Idee, Tee zu verpacken und zu vermarkten, erreichte uns von der Firma Verity. In kleinen Abpackungen, den so genannten "Caps", die an bekannte Kaffeesahnenverpackungen erinnern, ist das Tee-Extrakt mit Wasser aufgegossen direkt bereit zum Trinken - ganz ohne das altbekannte Ziehenlassen. Der Teebeutel und sein großer Bruder, der lose Tee, können sich also warm anziehen?
"Verity steht für eine neue Dimension der Teekultur", verkündet die dazugehörige Pressemitteilung. Die Produkte ist sekundenschnell zuzubereiten, indem der Trinkfreudige das Teecap schüttelt, aufreißt, den Inhalt dessen in seine Tasse gießt und diese mit Wasser auffüllt. Lanciert wurden zunächst die Sorten Absolute Green, Finest Ceylon, Fruity Hagebutte und Pure Rooibos. Allesamt werden den Angaben nach ausschließlich in Deutschland hergestellt, abgefüllt und streng kontrolliert. Helmut Adam, der erprobte Teetrinker unserer Redaktion, verkostete soeben die Ceylon-Variante und bewerte sie als „geschmacklich gut, wenn auch weit nicht so intensiv wie frisch aufgebrühter Tee." Nun denn.
Die Köpfe hinter Verity sitzen bei dem seit 2002 existierenden Unternehmen Teewerk. Fraglich bleibt an ihrer Idee dennoch, ob das frische Zubereiten aus losen oder in Beuteln versammelten Blättern nicht doch ein entscheidender Teil des Trinkrituals ist, auf das von Seiten des Konsumenten gesteigerter Wert gelegt wird. Doch selbst wenn diese Annahme stimmt, sind durchaus Bereiche denkbar, in denen das Teeblatt vom Konzentrat hinfort gejagt werden könnte: Kantinen, Minibars oder etwa die Rasthofgastronomie. Für das gehobene Barsegment dürfte des Teeblatts fester Platz vermutlich gesichert bleiben - umbeutelt oder nicht. Oder was meinen Sie, werte Leser?
Link: green.verity-tee.de






Re: Tee als Konzentrat
Da ich gerade vor meinem frisch zubereiteten Fastentee sitze,muss ich sagen das mir das Trinkritual ,was ich eben noch zelebriert habe sehr wichtig ist ....muss es mal schnell gehen ist es vieleicht eine altanative,wenn die Qualität stimmt...
Re: Tee als Konzentrat
Ich denke, dass dieses System sich auch in der Hotelerie in den Tagungsräumen durchsetzen könnte.
Interessant finde ich das Produkt, weil die "Aufbrühzeit" nicht eingehalten werden muss, sprich, der Tee wird nicht zu bitter.
Leider kann ich eine geschmackliche Veränderung damit nicht so schön steuern wie mit einem Teebeutel oder ähnlichem.
Wenn sich das Produkt bewährt hat, werde ich es wohl auch mal probieren.
Re: Tee als Konzentrat
Ich habe die Konzentrate bereits letztes Jahr getestet und stehe noch zu meiner damlaigen Meinung http://cocktailwelt.blogspot.com/2008/06/verty-teekonzentrate.html
Heut Mittag hab ich darüber hinaus eine Probe des Verity Green bekommen den ich morgen bei mir im Blog testen werde :-)
Als Ersatz für richtigen Tee sehe ich Verity nicht aber der Einsatz hinter der Bar ist auf jeden sehr gut gegeben.
Re: Tee als Konzentrat
Ein treuer Begleiter meiner Kindheit und Jugend war das gute Westminster Zitronenteegranulat, des bedeutensten deutschen Discounterbruderpaares, welches mir unter anderem meinen heutigen, sportlichen Körperbau verlieh. Dieser war und ist seit über 20 Jahren nach kurzem Umrühren sowohl kalt als auch warm zu genießen,,, ;o)
Und zu guter Letzt Mit einem Preisgefüge von ca. 0,03 Euro netto/l-darreichungsfähigen Getränks sicher auch für für cocktail.affiars Bars des "Blinden" Vertrauens attraktiv
Mit genußfreudigen Grüßen,
SirDrinkalot
Re: Tee als Konzentrat
Christian, was mich in letzter Zeit etwas annervt (und damit bin ich nicht alleine) ist, wie in den Blogs ständig irgendwelche Produkte abgefeiert werden, ohne sie zu hinterfragen. Zugegeben, auch in unserem (Tanjas) Beitrag oben, ist jetzt nicht eine Fülle von Tests und Analysen versammelt. Dafür fehlt oft schlicht die Zeit. Aber wir haben uns zumindest die Frage gestellt, ob das Produkt für unsere Leser Relevanz besitzt. Das heißt: besitzt Verity Relevanz für die Gastronomie? Und wenn ja: für welche Art von Gastronomie?
Die Antwort ist oben nachzulesen.
Du aber gehst raus und behauptest: "Der Einsatz hinter der Bar ist auf jeden (Fall) gut gegeben." Bei einem bei der geringen Flüssigkeitsmenge anzunehmenden Wareneinsatz von € 0,50 pro Drink oder Kapsel? Tut mir leid, aber das ist, bei aller Wertschätzung die ich Deiner Berichterstattung und Deinem Blog sonst entgegen bringe, Blödsinn. Ihr veranstaltete Champagner-Tastings, in denen ihr zehn 96er verkostet und begeistert Euch gleichzeitig für Convenience-Produkte? Ich komme da nicht mit. Jeder Gastronom kann Dir sagen, dass Tee (und zwar "echter" Tee) normalerweise vom Wareneinsatz her ein Gottesgeschenk ist. (Ob man ständig Teestunde haben will in seinem Laden ist wieder eine andere Frage.) Wenn Du von "Bar" sprichst, dann sag uns doch bitte, welche Bar Du meinst. Die Home Bar? Prosit! H.A.
Re: Tee als Konzentrat
Ich besitze zuhause zwar einige leckere (frische) grüne, rote und weisse Tees, diese Kapseln habe ich allerdings noch nie ausprobiert und ich würde mich auch nicht als Teeexperte bezeichnen.
Aber, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Tee aus Kapseln/Beuteln etc. ein adäquanter Ersatz für frischen Tee ist. Mir ist zumindest noch nie ein Beuteltee (grüner Tee) unter gekommen, der geschmacklich auch nur annäherend an "meine" Tees kam.
Ein weiterer Punkt, der aber auch für diese Nespressomaschinen zutrifft, ist in meinen Augen der ökologische Unsinn (Kapseln)
Zu guter letzt, finde ich es etwas merkwürdig, wenn man bei Spirituosen auf Qualität pocht, frischen Zitronensaft als zwingend erachtet, aber im gleichen Zug Tee aus Kapseln als für die Bar genügend betrachtet.
Gerade eine Bar, welche Genuss zelebriert, sollte in meinen Augen, dies nicht nur auf die Cocktails beschränken.
Re: Tee als Konzentrat
Helmut, warum so dünnhäutig? Doch nicht, weil "Cocktailwelten" schneller war als Mixology? Sein Urteil mag etwas zu euphorisch ausfallen, aber ich sehe nicht, dass Christian mit seiner Aussage die Deutungshoheit über die Verwendung irgendwelcher Convenience-Produkte in der "Barindustrie" beanspruchen wollte.
Vielmehr fand ich seinen Geschmackstest hilfreich und kann sein Fazit, die Kapseln könnten für die Verwendung an der Bar (oder vielleicht versöhnlicher: zum mixen!) interessant sein, zumindest nachvollziehen. Gerade in jüngster Zeit fallen mir immer wieder Cocktailrezepte mit Tee als Zutat auf. Mit dem Kapseltee spart man Zeit zum Aufbrühen, punktgenauen Ziehenlassen und vor allem Erkalten. Mehre Tessorten stehen jederzeit sofort als Cocktailzutat zur Verfügung und man kann sie auch noch für jeden Drink individuell dosieren - das ist bei vorgekochten Tees so nicht mehr möglich.
Ob das nun in's Konzept einer professionellen Bar passt und die Abwägung von Kosten und Nutzen, wird doch jeder Wirt selbst entscheiden können. An meiner bescheidenen Hausbar wird's die Kapseln übrigens nicht geben, ich lehne solche teuren, müllmachenden Bequemlichkeitsfallen grundsätzlich ab - aber meine Gäste und ich haben auch Zeit ;-)
Re: Tee als Konzentrat
@mangomix
Dünnhäutig? Nein. Deutlich? Ja. In meinem Beitrag geht es überhaupt nicht um irgendeine Deutungshoheit oder "schneller". Wann und wohin Verity oder andere Firmen ihre Samples schicken, ist uns hier herzlich egal. Dafür gibt es schlicht zu viele Themen.
Christian hat aber seine Aussage bezüglich der Bar-Relevanz hier auf mixology.eu getroffen und entsprechend reagiere ich auch, wenn mir so eine pauschale Aussage missfällt. My blog, my castle.
Re: Tee als Konzentrat
Das du anderer Meiung bist ist ok aber Mangomix spricht mir aus der Seele. Ich habe lediglich geschrieben das der Einsatz der Kapseln in der Bar möglich ist. Du argumentierst das aber mit "wirtschaftlichkeit" und "convenience". Das muss jeder für sich selbst entscheiden was er hinter seinem Tresen nutzen will.
Was das Champagnertasting damit zu schaffen hat ist mir jetzt nicht klar und du redest auch von "ihr". Das hier ist ganz alleine meine eigene Meinung in dem Bericht. My Blog is my castle - oder so ;-)
Re: Tee als Konzentrat
Naja, hätte vielleicht auch noch ein ;) unterbringen können oben. Zumindest hinter dem "castle". Hier kommt es ersatzweise: ;-) Ich fand Deine Aussage, Christian, einfach verfehlt und bei der Meinung bleibe ich auch. Das Label "Bar" bedeutet sicherlich für jeden etwas anderes. Du hast Deine Meinung darüber, was hinter der Bar Platz hat und "möglich" ist, und ich meine eigene. Und jetzt darfst Du gerne auch etwas Teekonzentrat in Deinen 96er kippen. Nichts für ungut. ;-)
Re: Tee als Konzentrat
lol X-D
Re: Tee als Konzentrat
@ Helmut: Aufgebrüht schmeckt 96er eh nicht...
Re: Tee als Konzentrat
Kohlensäure rausrühren und als Weinschorle vermixen?
Re: Tee als Konzentrat
Mann bin ich froh, dass ich nur Kaffee trinke....
Re: Tee als Konzentrat
danke basti...
Tee ist nur dann gut, wenn er aus Kaffeebohnen gemacht wird.
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in a bit