7. Januar 2010 – 16:53

Ups & Downs

Werte Leserschaft, es ist wieder soweit! Kurz bevor die erste Ausgabe des neuen Jahres in den Druck geht, fehlen uns noch ein paar "Ups & Downs" für die beliebter Rubrik auf der letzten Seite. Also: Was stört Euch in der Branche? Was hat Euch in letzter Zeit besonders gefallen? Bitte hier in die Kommentare oder, wenn ihr anonym bleiben wollt, direkt an mich (tanja@mixology.eu). Danke für Eure Aufmerksamkeit und Hilfe!

Kategorien:

Re: Ups & Downs

UP:
- Barnetzwerke wie sie im Ruhrgebiet und jetzt auch in München zu finden sind
- der Lantenhammer Cocktail Cup - für Bartender von Bartendern; nicht von der Industrie
- selbst hergestellte Sirupe und Infusion; Kreativität ist gefragt

Re: Ups & Downs

@Partyboy

Nicht "von der Industrie"? Klar, der Wettbewerb wird von Bartendern für Bartender veranstaltet, nach einem modernen Reglement. Aber die Einbindung von Lantenhammerprodukten, die ein Muss ist, also Produkte der Firma, die den Preis stellt, widerspricht Deiner Aussage. Selbstverständlich ist da "Industrie" involviert. Ist doch überhaupt nichts Schlechtes!

Zumal die Lantenhammer-Sachen auch Qualitätsprodukte sind.
Viele der Wettbewerbe, die 2009 über die Bühne gingen, waren von Bartendern für Bartender organisiert. Meines Erachtens qualifiziert sich der Cocktail Cup durchaus für die "Ups", aber eher wegen der Tatsache, dass ihn ein offenes Netzwerk nach modernen Maßstäben organisiert. Was denkst Du?

Re: Ups & Downs

einverstanden - das es einen sponsor geben muss ist mir klar ; ich meinte es irgendwie so wie du es ausgedrückt hast^^

Re: Ups & Downs

Was für mich ganz klar zu den ups gehört, ist der Produktion eigener Infusionen und Sirups. Da ist der innovativen Ader keine Grenze gesetzt. Ob es etwas ist was sich auch in den Drink einbringen lasst, ist dann immer noch der zweite Frage.
Es bilden sich auch immer mehr Communitys die sich lokal für die Barkultur engagieren. Auch ein Punkt der sich ganz klar zu den Ups schieben läßt.
Es ist zwar nichts für die Douwn Rubrick aber mich nerven immer noch die gastronomischen Einrichtungen die meinen Sie müssen Cocktails anbieten, weil es "verlangt " wird und nutzen dann Premix Produkte.

Grüße aus der Lausitzmetropole, Andreas Bauer

Re: Ups & Downs

Stimme Scudo bei den Downs zu:
- Gastronomie mit "Cocktailbar" und Premix-Cocktails geht gar nicht!!
weitere Downs:
- Spirituosen-Verkäufer, die sich nicht an Absprachen halten

Re: Ups & Downs

Down: -Überhebliche Gäste, die meinen, dass bedienen von dienen kommt
-Immer noch viel zu viel schlechtausgebildetes Barpersonal (vgl. "Cocktailbar" mit Premixes)
aber auch die, die frisch mixen, aber nicht wissen was sie warum und mit was tun.

Re: Ups & Downs

Im Namen des Barzirkel,
natürlich ist Industrie involviert. Anders wäre es für eine nicht kommerzielle Gruppe wie uns gar nicht möglich diese Veranstaltung zu organisieren. Aber wir haben freieste Hand, und wurden in keinster Weise eingeschränkt. Sind sehr gespannt, wie die Durchführung klappt.

Meine persönlichen Ups +Downs zur Jahreswende:

+
Der Österreichische Tankwart, der sich an Silvester entschuldigte, das die RedBull 1liter Dose ausverkauft sei.
+
Der tolle Jahresstart beim Barzirkel

-
Unzuverlässigkeit einer Bourbonmarke im Bezug auf Kommunikation und Darstellung

---
www.barzirkel.de

Re: Ups & Downs

UP:
- der erste studentische Cocktail Cup Dresdens
- Martini Cocktail mit Bombay Sapphire und Noilly Prat hat so einen leicht nussigen Geschmack am Gaumen hinterlassen

---
http://wunderbar-dresden.de
- Cocktails are no competition, but we are winning. -

Re: Ups & Downs

Up: Deutsche Schankkellner Union k.V.

Down: frostelnde Teetrinker

Re: Ups & Downs

UP:
- die zunehmende Entwicklung von Bar-Messen/Events und der daraus resultierende und kommunikative Zugang und Austausch von Industrie und Bartendern
- das Qualitäts- Bewusstsein hinsichtlich der Produkte als auch in der Zubereitung
- die Erinnerung an vergangene Zeiten, die heutzutage wieder als Vorlage (Fundament) dienen
- MIXOLOGY- das Fachmagazin!!!

DOWN:
- das Überzogene Gehabe bestimmter Bartender
- das Übertriebene Fachsimpeln über den Kältegrad der Ausgangsprodukte, für die Erstellung von Drinks – wenn das so weiter geht, sind wir bald wieder bei den Frozen gelandet
- unqualifiziertes und unkompetentes Bar-Personal die sich als Bartender betiteln und einen auf dicken Maxe machen

Re: Ups & Downs

noch ein up der letzten wochen (dem winter sei dank):
alkoholische heißgetränke jeder art, ob selbstgekochter glühwein, feuerzangenbowle, hot buttered rum oder gin punch...

Re: Ups & Downs

ach so, zwei downs wären wohl auch noch zu erwähnen:
zum einen die fiese, plastikrote cocktailkirsche
und zum anderen der artikel über's roomers in der drinks. schlechter geht's nicht.

Re: Ups & Downs

Up: Die rote Cocktailkirsche (am besten mit Stil), ohne die mein Scotch Sour nur halb so schön medizinisch schmecken würde.

Down: Bartender, die glauben, Ihr guter/schlechter Geschmack ist das gastronomische Non-plus-Ultra, und dies leider auch publizieren.

Down: Nervende, vorm Tresen sitzende Barkeeper, die aus irgendeinem anderen Grund da sind, als entspannt einen Drink zu nehmen.

Down: Trittbrettfahrer, oder die Frage, ob es gerade en vogue ist, die Drinks abzubestellen und aus der DBU auszutreten, um sich damit öffentlich der Lächerlichkeit preis zu geben?
(Die DBU gibt es seit Jahrzehnten in fast unveränderter Form, es hat sich also nichts geändert. Die DBU war vor 5 Jahren genauso zeitgemäß wie vor 10 oder 15 Jahren. Warum der Austritt? Irgendwann müsst Ihr doch auch eingetreten sein, was demzufolge eine ziemliche Peinlichkeit sein müsste (und ein Grund sich mit dem Austritt nicht öffentlich zu brüsten). Sorry Kollegen, aber entweder hat der Alkohol den Intellekt mittlerweile flachgelegt oder es war noch nie welcher vorhanden.)

Up: Die in den letzten Jahren steigende publizistische Vielfalt an Blättern für Bartender.

Up (oder Downs?): Die Hoffnung
- nicht noch mehr von diesen peinlichen Vereinsein- und austritten sowie Ab-/Bestellung von Fachblättern lesen zu müssen.
- das, Blogbetreibende Barkeeper sich inhaltlich (!!!) und vielleicht auch redaktionell mehr Mühe geben oder es sein lassen, um nicht andauernd auf hahnebüchenden Schwachsinn stoßen zu müssen. Einige Blogs und deren Einträge sind schlicht peinlich.

Wie immer schöne Grüße aus Berlin
Jean-Pierre, rivabar

Re: Ups & Downs

Jean Pierre,
eine gelungene Aufstellung und auch sonst eine gut zu lesende und gut geschriebene Liste mit gelungenem Inhalt. Ich würde mich über einen Jean Pierre Blog freuen. Er wäre, denke ich, eine lesenswerte Abwechslung.
Gruß aus Hamburg
Jörg Meyer
P.S. den medizinalen Geschmack beim Scotch Sour kann man aber auch durch die Zugabe weniger Tropfen Jod fanatstisch balancieren.

Re: Ups & Downs

Lieber Jörg,

noch ein schlecht gemachter Blog? Und dann von mir? Das meinst Du nicht ernst ;)

Jodierter Scotch Sour: Gefällt mir, aber gesundheitlich nicht unbedenklich, vor allem, wenn es nicht bei einem Scotch Sour bleibt. Probieren werde ich das aber.

Schönen Gruss
JP

Re: Ups & Downs

;-) he he he ... Also ... über den JP Blog müssen wir noch streiten ... das mit dem JOD war nicht ganz ernst gemeint. Meine Empfehlung: Eperiment lieber sein lassen...

Gruß

Jörg

Re: Ups & Downs

up: dass die, die sich für ihren Beruf so sehr interessieren, wie wir es tun, so eifrig bei der Sache sind und Vieles auf die Beine stellen (Magazine, Messen, Cocktailschulungen, Tastings, Wettbewerbe, Kommunikation), sodass die Neugierde/ das Intersse bei jungen/neuen Gästen/Menschen geweckt wird und bei uns und unseren Gästen weiterhin besteht.
up: wenn man zufällig in einer "Raucherbar" landet
up: hin und wieder kommt es vor, dass man im gleichen Lokal den gleichen Drink von den einzelnen Kollegen unterschiedlich zubereitet und ja, dargeboten/also serviert bekommt, anyway, toll ist, wenn die Drinks aber trotzdem, ALLE super schmecken!

down: Raucher, die sich einreden unbedingt eine Rauchen gehen zu müssen, trinkt einfach nen Schnaps mehr!
down: bei all diesem Engargement, dieser Kreativität usw. ist es immer wieder erschreckend, dass man auf Bartouren, fast ausschließlich auf Barmixer trifft, wo man zwar fast durchgehend super Drinks bekommt (schaue bei einem gewissen Grad an Bekanntheit duch Qualität auch nicht unbedingt auf die Hände der Damen und Herren an der Mixstation), aber es wirklich gar keine, so NULL Kommunikation mit den Gästen gibt, frei nach dem Motto: "Friss oder stirb!" Ich meine, die Kollegen, die ich kenne, mit denen wird sowieso geplaudert, aber wenn ich, ohne, dass man als Berufskollegin bekannt ist unterwegs bin, ist das schon echt erschütternd und es geht hierbei nicht um mich als einzelne Person, sondern um ein paar Stunden in denen man einfach das ganze Geschehen irgendwie mitbekommt. Da, fragt man doch mal persönlich, was die Gäste trinken wollen, sofern diese sowieso praktisch am Arbeitsplatz sitzen und man selbst Zeit hat. URLAUB?!

down: wenn ich Gäste habe oder von Leuten bedient werde, die chemisch verstrahlt sind vergeht mir entweder der Hunger oder der Durst, oder die Lust am Arbeiten oder die Laune, je nachdem, diese Menschen sind schlichtweg unsympathisch und unprofessionell!

Re: Ups & Downs

Vielen Dank für diese Fülle an Rückmeldungen! Das Jahr fängt gut an. Die Ups & Downs für Issue 1/2010 stehen jetzt. Ihr könnt aber selbstverständlich noch weitere posten. Lesenswert sind sie alle!

Re: Ups & Downs

Bedienen kommt von dienen.
Gäste die damit nicht umgehen können sind meistens nur dumm oder schlecht erzogen.
Beides keine Gründe sich die Zeit bei der Arbeit versauen zu lassen.