Hallo Ihr da draußen,
ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung als Hofa.
Da mein Interesse aber schon immer das Mixen von Cocktails und Zubereiten von Getränken galt, werde ich im März einen Bar Intensiv Grundkurs Kurs in Wintertuhur belegen.
Mein Ziel ist ist es irgendwann als professionelles Barmaid zu arbeiten...
Ich bin gerade dabei mich als Barmitarbeiterin zu bewerben, in der Hoffnung, dass ich eine Stelle bekomme und diese als EINSTIEG in die Barwelt nutzen kann.
Was meint ihr, ist das der Richtige Weg oder habt ihr andere Ideen?
Wäre echt toll wenn ihr mir weiter helfen könntet!
DAANNKKEE!!!

Hallo Jazza,
ein Grundkurs für die Basis ist sicher nicht schlecht. Das Wichtigste für Dich ist aber Praxis. Und wenn Du erst mal als Barkellner/in anfängst. Die Abläufe der Bar kennenlernen und verstehen.
Nah am Gast arbeiten zu können ist die Vorraussetzung, um ein(e) gute(r) Bartender/Barmaid zu werden. Fast noch wichtiger als das Beherrschen der Getränke.
Viel Erfolg,
H.

Hey Jazza,
exacto mundo, da kann ich dem Helmut nur beipflichten.
Ich selber bin nun in Monat 4 meiner gesamten Barzeit und überwiegend im Service tätig. Hier bekommt man schon eine ganze Menge vom Ablauf in der Bar mit; dass kann sich nur positiv auf deine spätere Mixerei auswirken. Weiterhin bekommst du auch ein wunderbares Gespür für deine Gäste und erfährst deren Vorlieben.
Für mich war es am Anfang gar nicht leicht, an eine geeignete Stelle zu kommen. Auch ich habe einen Aufbaukurs als Bartender bestritten. Mach da aber nichd en Fehler, dass vor deinem künftigen Arbeitgeber als Non-Plus-Ultra hinzustellen, denn das kommt erst wirklich mit der Praxis (und das wollen die Arbeitgeber nunmal).
In den Bewerbungen selber habe ich keinen Hehl daraus gemacht, dass ich noch keinerlei Barerfahrung habe. Als ausgleichendes Argument habe ich dann in die Waagschale geworfen, dass mich mein zukünftiger Arbeitgeber sehr formen kann und großen Einfluss auf meine Arbeitsweise haben wird. Er kann mich also so formen, wie er mich haben möchte. Weitere Eigenschaften wie absolute Bereitschaft zur (täglichen) Weiterbildung, Ehrgeiz und das alles solltest du von vornerein nennen. Auch ein Argument ist, zunächst eine geringere Bezahlung zu akzeptieren, aber bei einer Tätigkeit in einem Hotel wird das fast keiner machen (mag in der Szene anders aussehen, aber da habe ich noch keine Erfahrungen gemacht).
Was die gennante Vorraussetzung mit dem guten Gästekontakt angeht, so hat Helmut den Nagel auf den Kopf getroffen. Das ist wirklich beinahe wichtiger als das Mixen selbst (macht sich ebenfalls gut, dass im Vorstellungsgespräch zu erwähnen). Denn ohne Gäste auch keine Cocktails - und damit auch keine Praxis im Mixen. Am Anfang habe ich mich zugegebener Maßen echt schwer getan, weil ich nicht so der Small-Talker bin, das hat sich mit der Zeit aber sehr gewandelt.
Ich hoffe, dass du alsbald einen geeigneten Betrieb findest und somit deine Laufbahn als Barmaid starten kannst :o)
Im jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg auf diesem Wege,
der Dennis

Schönen guten Tag liebe Barleutz,
es grüßt euch der MufftelMann alias Marvin Roland Friederich aus Ludwigsburg. Erstmal ein kräftiges BIG UP an Helmut Adam und seine Kollegen und Kolleginnen für das Internet Portal und Magazin :
Mixology!
Lese gespannt fast jeden Forumsbeitrag und das Magazin. Sehr Informativ, manchmal recht spaßig gehalten und einfach WICKED!
Bin ein wenig aufgeregt, morgen ist mein großer Tag in meiner absoluten Lieblingsbar hinter der Bar. Will schon seit langem als Bartender arbeiten, habe aber einwenig "muffe" ob ich mir die janzen Cocktails (sag ich nu amole als Überbegriff, weeß das net alles Cocktails sin) merken kann. Will ja kein schlechten Eindruck an meinem ersten Tag hinterlassen. Nen Tommy´s Margarita und Mojito bekomme ich im schlaf hin. Arbeite zur Zeit in einem Spirituosen Fachgeschäft, was mir zu einem kleinen Fachwissen verhielft. Hatte auch schon ein wenig Gastroerfahrung, allerdings noch nie in einer Professionellen Bar. Freue mich aber schon tierisch darauf. Habe mir auch schon sämtliche Lektüren und Bücher zugelegt zum stöbern und lernen, unter anderem:
Mixology, dit Buch hab ich mir bestellt, aber kommt nedde. Nennt sich Der Mixologe. Wisst ihr aber bestimmt.
Charles Schumann - American Bar und das Barbuch,
Franz Brandl Mix Guide
Jibts sonst noch wat, was man sich zulegen könnte/dürfte/sollte? Hoffe ihr drückt nem Neuling die Daumen, und wir lernen uns alle amole persönlich kennen. Sin ja schließlich wie a kleene Familie, oder!?
Bin im August mit meiner Frau zu Besuch in Berlin, besteht die Möglichkeit dann mit ihnen Herr Helmut Adam zusammen ein Drink zu zwitschern? Fänd ick total WickedMegaScharf... In diesem Sinne.
ALLET JUTE!

Servus,
ich brauche auch etwas Entscheidungshilfe. Ich bin nun im Jahr 6 meiner Gastronomieerfahrung. Eigentlich studiere ich Architektur (nebenbei) und arbeite seit 4 Jahren in einer kleinen Cocktailbar. Anfangs habe ich gekellnert und bin dann durch viel Fragen und Engagement hinter die Bar gerutscht. Ich habe mittlerweile den zweiten Chef über mir, der auch wie seine Vorgänger aus der Hotelerie kommt. Ich merke, dass mich die Gastronomie, speziel die Bar sehr interssiert, und dass ich auch viel Spaß daran habe. Ich besitze jedoch keine Ausbildung in diesem Bereich (ReFa, HoFa) . Kommt man ohne überhaupt weiter, ins Hotel rein? Wie ist der Markt für freie Bartender, kann man davon Leben, wenn man nicht Selbstständig ist? Ich möchte auf jeden fall in eine große Stadt Hamburg, Berlin, Dresden,...
PS: Nein, ich habe nicht den Film Cocktail (ok, mitleiweile schon) gesehen und möcht nun Frauen beeindrucken. Es ist mir schon ernst und ich weiß um die Anstrengungen des Nachts arbeiten. Danke schon mal

Hallo Mika,
der Markt für freie Bartender ist selbstverständlich da. Auch ich bin ein Beispiel dafür, dass Du ohne ReFa, HoFa etwas in der Branche erreichen kannst. Und außer mir gibt es noch zig Leute auch hier im papiergläubigen GSA-Land, die ihre Karriere ohne entsprechende Papiere gemacht haben.
Was zählt ist alleine Dein Einsatz, Wissenshunger und das Erwerben guter Referenzen (Zeugnisse).
Die von Dir genannten staatlichen Abschlüsse bieten leider! auch nur Grundlagen für den Beruf des Bartenders.
Dieser ist so spezialisiert, dass auch Leute mit Abschlüssen im Grunde genommen mit den selben Vorraussetzungen wie Du anfangen müssen. Ich habe mir oft die Augen gerieben und mich gefragt, was manche meiner Arbeitskollegen in dieser Ausbildung wirklich gelernt haben.
Am Ende des Tages zählt die Praxis und nur die Praxis und das, was Du persönlich erreichen willst. Sobald Du ein paar Referenzen hast und Dir ein Netzwerk an Kontakten aufgebaut hast, läuft es von selber und Dir öffnen sich viele Türen.
Ich habe in rund 10 Jahren Bar/Gastronomie 13 Betriebe gesehen. Und in jedem dieser Betriebe (und nur in den besten bin ich wirklich lange geblieben) habe ich neue Techniken, neue Organisationsformen und Abläufe kennengelernt. Und natürlich auch neue Spirituosen und Drinks.
Und irgendwann bist Du plötzlich der, dem die Fragen gestellt werden und nicht mehr der, der die Fragen stellt. Ab diesem Zeitpunkt kannst Du auch einen höheren Gehaltsscheck verlangen... ;-)
Prosit, H.A.

@ Philantrop: Freut mich, dass die Barwelt einen neuen enthusiastischen Vertreter ihrer Werte begrüßen darf. Gutes Gelingen im neuen Job!
Wegen Büchern:
Diffords Guide #7
Imbibe von David Wondrich
...und einen Blick darauf werfen, was in diesem Pfad noch alles gepostet wurde:
http://www.mixology.eu/de/forum/literatur/barbucher
Wegen Drink zwitschern: meld Dich mal rechtzeitig vorher. Meine physische Hülle macht derzeit nämlich eine Entschlackungsphase durch.
Ich werde zwar nicht die 3 alkoholfreien Monate von John Gakuru knacken, aber nach alle den Messen, Seminaren der letzten Zeit und dem letzten Abend mit den Herren vom EUVS mit Stationen bei Herrn Scholl und dem Hildegard Knef-Gedächtnisgedeck der Victoria Bar muss ich mal eine Pause einlegen.
Irgendwer muss ja auch noch den Blog und das Magazin füllen, wa!?
Prosit, H.A.
Irgendwer muss ja auch noch den Blog und das Magazin füllen, wa!?
Prosit, H.A.
Das macht Tanja schon sehr gut Herr Adam... spätestens am 7.7.2008 ist eine Unterbrechung dieser wahnwitzigen Vorstellung von Nöten.... Mampe ... ick hör Dir trapsen wa?
Hallo Community
Den Berufseinstieg habe ich leider zwar noch nicht geschafft, aber in 2Tagen beginnt mein erstes Praktikum als Barmitarbeiter in Hamburg (freu).
Da ich ein total Amateure bin wollte ich soviel Eigeninitiative leisten wie nur möglich. Sprich, nachdem ich jetzt die Menü Karte halb auswendig gelernt habe, wollte ich mich ein wenig mit der Zubereitung verschiedener Getränke vertrauter machen.
Auf der suche nach Original Rezepturen (und deren Zubereitung) bin ich zufällig hier gelandet und habe mich gleich mal registriert. Als Anfänger fühle ich mich derzeit oft hilflos, weil ich einfach nicht weiß wie man am besten anfängt.
Da mein Interesse aber zu groß ist um aufzugeben weiß ich nur, dass ich es entweder schaffen werde sehr gut zu werden oder ganz böse auf die Nase falle.
Ich wollte mich mit diesem Beitrag nur bei euch bedanken. Die zum Teil sehr positiven Meinungen über Quereinsteiger geben einen wirklich viel kraft um nicht aufzugeben.
lg

@Deniz
Viel Erfolg! Vermutlich steht die Zubereitung der Getränke noch gar nicht im Fokus bei Deinem Praktikum. Aber wichtig für den Gästekontakt ist, dass Du weißt, welche Zutaten sie enthalten.
vielen dank.
hat sich auch gelohnt wie es scheint, fange zum August eine lehre zum Fachmann für Systemgastronomie an.
da ich bis dahin noch 3monate habe suche ich noch andere Praktika Stellen in Hamburg, vielleicht hat ja jemand gute Tipps? möchte noch soviel Erfahrungen wir nur möglich mit in die Ausbildung nehmen.
Ansonsten besteht mein größtes Problem gerade darin, welches Cocktail Rezept ich lernen muss. es gibt leider von jedem Cocktail gefühlte 50 verschiedene Rezepte. Das betriebseigene Rezeptbuch kenne ich mittlerweile auswendig. Aber mit welcher Lektüre nun weiter üben?

hi also ich denke wenn du die betriebsinternen rezepturen aus dem ff-kannst ist das schon mal die halbe miete, ansonsten würde ich dir raten die gängigen arbeitsschritte zu verinnerlichen.
klar kannst du jetzt von jedem drink ca 20 varianten auswendig lernen was meiner meinung nach relativ sinnfrei ist...
möglicherweise hilft es dir mehr weiter, wenn du einfach in wirklich "gute" bars gehst dich an den tresen setzt und den bartendern einfach n bisschen auf die finger kuckst...
ich bin selbst quereinsteiger und mir hat das eigentlich am meisten geholfen... natürlich solltest du dir nicht alles abkucken, denn sogar die besten machen nicht immer alles richtig und perfekt;-)
Ich kann allen Neu und Quer Einsteigern nur sagen: Wenn Ihr wollt und euch wirklich interressiert,für das, was Ihr da gerade tut, ist das der geilste Beruf der Welt, und gute, angagierte Leute werden immer mit Kußhand genommen.
Sag Ich euch als gelernter Speditions Kaufmann, nach 16 Jahren Gastronomie und meinem 10 jährigen Barjubileum.
Jamas und schöne Grüße vom Main
hi ralfk3
danke für den tipp mit dem "abgucken". ich werde gleich mit meinem ersten Monatslohn die besten Bars Hamburgs Testen :)
ich weiss aber nicht ob ich wirklich ein quereinsteiger bin. ich habe ein praktikum hinter der bar absolviert und wurde nun zur ausbildung zum fachmann für systemgastronomie genommen. eins ist klar, noch bin ich anfänger aber auch ein quereinsteiger?
genau das wollte ich ja vermeiden. in unserer bar gibt es leider nur um die 40 Cocktails, die meiner meinung nach selbst nur an unser System angepasste Rezepturen sind. diese 40 habe ich auch gelernt. nun möchte ich weitere lernen (gibt ja paar mehr), aber keine Variationen (und das ist mein Problem). welches ist eine variante welches nicht? gibt es dafür eine gute Lektüre? in unserer bar werden auch des öfteren cocktails bestellt die es nicht in unserer karte gibt, ich will auch einer von den Bartendern sein die diese auch zubereiten können :)

hmm ja das ist natürlich wiederum eine schwierigere aufgabe, da natürlich auch die autoren der fachbücher "ihre" variante der cocktails abdrucken lassen. ich habe mir die lektüren von brandl, schumann,das buch der barschule rostock und das etwas neuere "ultimate barbook" zur brust genommen...
die ganz klassischen drinks wie manhattan, martini, old fashioned, sours usw sind ja im großen und ganzen gleich.
problematisch wird es meiner meinung nach die "originalrezepturen" von planters punch, sex on the beach, zombie usw zu finden
was du auch machen kannst ist einfach mal im internet nach den geschichtlichen hintergründen der drinks zu googeln.
ok da du jetz weniger quereinsteiger bist sondern anfänger, wäre es vielleicht wichtiger zu wissen, was du in deinen drink "schüttest",anstatt die originalrezepturen zu wissen :-)
will heissen erkundige dich über die spirituosen, säfte,eis eigentlich so gut wie alles was einen drink eben ausmacht.
was dir dabei hilft, ist wenn du dein wissen irgendjemandem erklärst, der ahnung hat oder auch nicht,dann wirst du nämlich auch schnell merken was du noch zu lernen hast und was nicht....
Gruß aus dem schwabenländle
hi Ralfk3 und danke für deine Tipps.
Du hast Recht, ich habe noch viel vor mir.
mal ganz abgesehen von Cocktails ahne ich schon die Massen die auf mich zukommen werden :) zB Whiskey´s und Weine.
Aber so schlimm ist es gar nicht. Irgendwie bekomme ich täglich Gespräche zB über Spirituosen mit und lerne dadurch ganz nebenbei immer was dazu.
zu meinem glück vergesse ich auch kaum etwas, weil es mich einfach wirklich interessiert.
noch vor 2-3monaten hätte ich niemanden etwas "wichtiges" über Säfte, eis, Spirituosen... erzählen können, mittlerweile jedoch schon. Teilweise gab es sogar Situationen wo ich Personen mit Jahrelanger Berufserfahrung verbessern könnte, zB bei Themen wie "Cognac Gläser erwärmen", "wie viele bohnen gehören in den Sambuca", "was ist ein Roséwein"... aber da ich noch ein Anfänger bin halte ich lieber erstmal noch meine klappe.
Die suche nach den Original Rezepturen für Cocktails habe ich übrigens aufgegeben. Da sind sich ja nicht mal die gelehrten einig drüber. Jedoch interessant für mich sind weiterhin die Geschichten die zum jeweiligen Cocktail gehören.
Lg
Ps: Trotzdem weiß ich leider immer noch nicht (bei Cocktails die nicht in unserer Menükarte sind) welches Cocktailrezept ich nun am besten lernen sollte.

Registriert seit: 2007-02-21
Mürren